Externer und interner Zugriff zur Vermeidung von FEM

Vermeidung freiheitseinschränkender Maßnahmen

 

Bisher wurde die Problematik freiheitsentziehender Maßnahmen quasi von außen an die Heime herangetragen. Die Initiative des Werdenfelser Weges kennzeichnet diese Vorgehensweise. So setzen die Gerichte gezielt Verfahrenspfleger ein, die im Falle einer beantragten Genehmigung von außen auf die Einrichtung schauen und im Sinne des Werdenfelser Weges versuchen, freiheitsentziehende Maßnahmen zu überprüfen und zu einer gemeinsam getragenen Entscheidung zu gelangen, denen das Gericht folgen kann.
Eigentlich ist aber das Vermeiden freiheitsentziehender Maßnahmen eine Kernaufgabe und ein zentrales Anliegen der professionellen Pflege. Bereits in der sogenannten Redufix-Studie kommt dieses Ansinnen zum Ausdruck.

 

Das Vermeiden freiheitsentziehender Maßnahmen ist gewissermaßen ein Gebot der Fachlichkeit einerseits und Aufgabe der Leitungen in den Heimen andererseits. Hierbei stehen aber nicht nur die Fragen nach der korrekten Anwendung von Techniken oder die kommunikativen Kompetenzen im Vordergrund, sondern entscheidend ist dabei vor allem die Haltung von Mitarbeitern und Leitung nachhaltig zu verändern.

 

Allerdings stecken die Heime in einer Zwickmühle von unzureichenden Rahmenbedingungen und einem enormen wirtschaftlichen Druck auf der einen Seite und den höchsten Ansprüchen im Hinblick auf die Qualität ihrer Dienstleistungen bei ständigem Rechtfertigungsdruck gegenüber Justiz und Öffentlichkeit.

 

 
   

Ziele

 

n Zufriedene Mitarbeiter durch:

 

 - Stärkung des Selbstbewusstseins hinsichtlich ihrer Begründungskompetenz
- Hohe Identifikation der Mitarbeiterinnen mit der Einrichtung
- Effektive Besprechungskultur
- Interne Spezialisierung

 

n Zufriedene Bewohner und Angehörige durch:

 

-          Erhalten und Fördern der Lebensqualität der Bewohnerinnen durch individuelle Fallanalyse und Kommunikation

 

n Anwendung der Ergebnisse der Expertenstandards
- Hohe Ergebnisqualität ohne zusätzliche Kosten durch:
- hohe Fachlichkeit
- schlanke und nachvollziehbare Dokumentation
- passgenaue Instrumente im Rahmen des QM
- kontinuierliche Evaluation und Beratung

 

n Sicherheit bei Haftungsfragen durch:
- entspannten Umgang mit den Betreuern und Richtern
- Souveränität gegenüber Kassen bei Regressansprüchen

 

Fazit: Durch gezielte Schulung im Rahmen der innerbetrieblichen Fortbildung (IBF) kann die Anzahl extern notwendiger Verfahren deutlich gesenkt werden.

 

 

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