Die Wörter

Die Wörter

 

 

 

Wie ein Laubblatt im Nu des Augenblicks,
es gibt kein Auf und kein Zurück,
Schwimmt darauf, ein mir bewusstes Licht,
Umgeben von stets des Dunkels Nichts.

 

 

 

Gefesselten Blickes auf dem Meer des Seins,
Vom Himmel herab sei es wie Wein´n.
Die Wörter des Wirklichseins zum Bilde gereift,
Und dem Ganzen dann zum Sinn bereimt.

 

 

 

Bin ich gefesselt in der Zeiten Reihe,
Zutiefst ich darin verweile.
Springe ich sogleich zur nächsten Zeile,
Dass ein Wörterwalten daraus gedeihe.

 

 

 

Dies haltlos Unwirkliche ich nicht fasse,
Mich nicht im Vorher oder Nachher lasse.

Auf immer ich darin gebunden bin,
Gibt’s zum Rundherum auch ein Entrinn?

 

 

 

Nur mit der Wörter Macht
Wird’s ein Hell in solcher Nacht.
Und greift mich heraus aus aller Pein,
Dass ich gewesen bin nur Hier im Sein.

 

 

 

Wird so mir noch enthüllt das Schweigen,
Durch ein kräftig plärrend Wörter zeigen.
Dem ich gerne zugewandt,
Darin allein mein Glück ich fand.

 

 

 

Denn wie eine Samen aufgegangen
Die Wörter nach dem Bilde langen.
Sei es ein Spiegel oder Verweis auf Wahres,
Mich nährt, dass ich erfahr es.

 

 

 

Ein bares Leben ohne Worte,
Führt uns nicht zur Himmelspforte,
Sondern verbleibt im stillen Nu,
Dem kommt keinerlei Gedanke zu.

 

 

 

Bleibt mir zu greifen hier im Jetzt
Das Laubesblatt, was ich im Netz.
Kann es in den Händen halten,

So mag ein frohes Leben walten.

 

 

 

Nimmt den Schrecken von der Welten Ende,
Denn im Hier und Jetzt ein jeder gerne sich befände.
Kann sich verstecken vor dir oder zeigen,
Hinter den Worten die Hörer sich zue-neigen.

 

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