Nach-Corona-Zeit

Was ich mir als Lehren aus der Corona-Krise für die Zukunft wünsche:

 

 

1.      Dass die Menschen endlich erkennen, dass Wirtschaftswachstum uns nur weiter ins Verderben führt und dass es nur bedeutet, immer mehr völlig nutzlos und dazu schädigend über den notwendigen Bedarf hinaus zu konsumieren; dass also unsere Lebensziele neu hinterfragt werden sollten. (Keine unnötigen Flüge und Kreuzfahrten, keine SUVs, keine unnötigen Transporte, Urlaub machen in Deutschland, weniger Fleischkonsum, kein Import von Soja aus Übersee, etc. und eine CO2-Steuer)
Dass die Menschen, ich meine die Politiker, endlich verstehen, dass der Markt (das Zusammenleben unter Menschen und die gerechte Verteilung eben) nicht alles regelt.
Regeln machen Menschen. Markt ist nur blinder Austausch, der der Beobachtung und Steuerung bedarf!

 

2.       Dass bei aller Liebe zu offenen Grenzen und freiem Handel angesichts immer wieder auftreten könnender Pandemien geklärt werden muss, welche Dinge bei uns im eigenen Land produziert und vorgehalten werden müssen. Dazu zählen neben den Grundnahrungsmitteln vor allem Medikamente und Medizinprodukte!
Die Anzahl der Krankenhausbetten beispielsweise darf nicht weiter (aus wirtschaftlichen Gründen) heruntergefahren werden. Für den Pflegeberuf müssen bessere Rahmenbedingungen, vor allem mehr bezahlte Stellen, geschaffen werden!

 

3.       Damit die Menschen die dann teureren lebensnotwendigen Mittel auch bezahlen können, müssen in unteren und mittleren Einkommensschichten ein höherer Lohn gezahlt werden. Durch eine Begrenzung der Renditen für Unternehmen und eine deutlich höhere Besteuerung der reichen Menschen (obere 10 %) könnte n diese Einkünfte gegenfinanziert werden.

 

4.       Um Krisen (wie Corona) besser abfedern zu können und
Armut effektiver bekämpfen zu können und
der zunehmenden Digitalisierung und Maschinisierung und dem daraus folgenden Anstieg der Arbeitslosigkeit besser begegnen zu können
sollte eine Finanztransaktionssteuer geschaffen werden, aus deren Einnahmen ein bedingungsloses Grundeinkommen von ca. 1000,- € für jeden Bürger finanziert werden. (Das würde auch bedeuten, dass man Hartz iV, Bafög, Kindergeld, etc. abschaffen könnte.)

 

5.       Eine maximale Höchstarbeitszeit von sechs Stunden täglich, bzw. 30 Stunden wöchentlich!

 

6.       Eine deutlich höhere Anerkennung (Wertschätzung und Entlohnung) solcher Berufe, die systemrelevant oder fundamental sind, solcher Berufe vor allen Dingen, die nicht durch Maschinen, Roboter oder Digitalisierung ersetzbar sind wie
- Lehrer, Erzieher, Ärzte, Pflegekräfte, Handwerker, Polizisten, Feuerwehrleute, Landwirte, Reinigungskräfte, etc.
(Fernfahrer und KassierInnen ebenfalls, wobei deren Berufe wahrscheinlich in einigen Jahrzehnten durch Maschinen und Roboter ersetzt werden.)

 

7.       Abschaffung des Bargelds, Verbot von Hedgefonds und Besteuerung von Aktienbesitz

 

8.       Ein andersartiges Bildungswesen, dass stärker die digitalen Medien nutzt und vor allem Dinge wie Gesundheit, Lebenspraxis, Kunst, Musik, Sport und Kommunikation fördert, eine bundeseinheitliche Schulbildung bis zum Abitur, die die Menschen ausbildet in Richtung, Problemlösung, Kreativität und Teamfähigkeit. Förderung von Kulturschaffenden.

 

9.       Einführung eines sozialen Pflichtjahres für alle 18 bis 25-Jährigen.

 

10.   Ausbau und Förderung des öffentlichen Nahverkehrs, insbesondere des Fahrradverkehrs.

 

11.   Keine weitere Privatisierung von Branchen, im Gegenteil. Einige Branchen und Dinge des täglichen Bedarfs und der Gesundheitsfürsorge gehören nicht in die Hand von Renditejägern.

12. Ein Verbot oder zumindest eine deutliche Einschränkung von Werbung für Konsumgüter in den Medien.

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