Corona-Zeiten

Corona-Zeiten

 

Der Mensch, also auch ich, zu Corona-Zeiten,
Degradiert zur potentiellen Virenschleuder,
Kann sich nicht als Mensch beweisen,
Gebiert die Schwurbler und Verleumder.

 

 

Stets beherrscht er den Nähe-Such-Instinkt,
Seiner Riech- und Fühltalente beraubt,
Zum Hören und Sehen neu verlinkt,
Scheint alle Luft vom Virus eingestaubt.

 

 

Zwanzig Zwanzig, wird uns noch erinnern,
Wie es schafft - erst die Pandemie,
Das Bruttosozialprodukt zu verringern,
Und zwingt den Sozialstaat in die Knie.

 

 

Bringt das Virus uns zum neuen Denken,
Zur Umkehr und zum rechten Staunen,
Wie das Ruder sei noch umzulenken,
Nicht folgen fürderhin der Profite Launen.

 

 

Immer weiter mehrt sich die Erkenntnis,
Dass ein Ausbruch folgenschwer bis tödlich,
Kein Wirkstoff oder Mittel wird zum Hemmnis,
Und ohne Gnade unser aller Disziplin benötigt.

 

 

Greift nicht nur an unsere Lunge und das Herz,
Es fehlt uns die Umarmung unserer Lieben.
Unserer Seele - ein zusätzlich Schmerz,
Hat die Not uns voneinander weggetrieben.

 

 

Menschen, die um Existenzen bangen,
Kinder, die der Lehrer Mimik missen,
Manche Mütter im Daheim gefangen,
Was bleibt dem Nach-Corona im Gewissen?

 

 

Dass der Mensch ein biologisch Wesen,
Für alles in der Welt ein Scheunentor?
Ob klein wie Schrift, die kaum zu lesen,
Kommt der Angriff auch im Web noch vor.

 

Ziehen, die uns führen, endlich ihre Schlüsse?
Dass es wie vorher so nicht weiter geht?
Übersehen sie im Rauch ihrer Beschlüsse,
Dass der Wind nun anders weht?

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